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Die Commissão Pastoral da Terra

Land für Landlose und Kleinbauernfamilien. Der Unterschied zwischen Arm und Reich ist in Brasilien besonders gravierend. So verfügen 10 % der brasilianischen Bevölkerung über 80 % der Besitztümer. Vor allem auf dem Land herrschen immer noch feudale Strukturen. Der Großgrundbesitz wurde in der brasilianischen Geschichte nie durch eine Agrarreform beschnitten. Etwa 5 Millionen Familien, die auf dem Land leben, besitzen selbst keinen eigenen Grund, während andererseits riesige Ländereien brach liegen. Verschärft wird die Landfrage noch durch die steigende Nachfrage nach Agrartreibstoffen und durch immer häufiger auftretende Konflikte rund um das Wasser. Um ihr Überleben zu sichern, arbeiten die landlosen Bauern und Bäuerinnen unter sklavenähnlichen Bedingungen auf den Plantagen der Großgrundbesitzer. Die steigende Zahl der ArbeiterInnen, die in den Zuckerrohrfabriken beschäftigt sind, spiegelt die steigende Nachfrage nach Agrotreibstoffen wider. Nur mit einer breiten Landreform kann die große Masse der Landlosen zu ihrem Recht kommen.

Die Landpastoral CPT (Comissão Pastoral da Terra), eine ökumenisch-kirchliche Einrichtung, unterstützt die benachteiligte Bevölkerung Brasiliens beim Zugang zu eigenem Land und begleitet sie in Konfliktsituationen. Damit leistet sie einen Beitrag zu einer nachhaltigen ländlichen und landwirtschaftlichen Entwicklung mit gleichzeitiger rechtlicher Absicherung des Landbesitzes.

Arbeitsschwerpunkte sind:
  • Zugang zu Land, angepasstes Wirtschaften, Organisation der Bäuerinnen und Bauern
  • Zugang zu Wasser, Umgang mit Wasser in Trockengebieten, Schutz von Quellen und Flüssen, Widerstand gegen Großprojekte/Stauseen
  • Rechtsfragen im Zuge von Landenteignungsverfahren, Menschenrechtsverletzungen, Zugang zu öffentlichen Fördertöpfen
Zuckerrohrarbeiter Arbeiter auf Zuckerrohrplantage (Foto: Monika Fischer)